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Silke Schlüter: Als sie um den Jahreswechsel herum in den Husumer Nachrichten von dem Kinderbuch las, das die Ahrenviölfelder Elisabeth Hagopian und J. Alexander Schmidt während des Lockdowns als Weihnachtsgeschenk für ihre fünf Enkel geschrieben hatten, war Gesa Retzlaff vom Plattdüütschen Zentrum in Leck gleich wie elektrisiert. Denn beim Lesen der Abenteuer der (nach zwei nordfriesischen Dörfern benannten) Wichtel Arlewatt und Olderup stand eines für sie sofort fest: „Dort, wo die beiden leben, können sie gar nicht anders, als Platt zu schnacken. Also brauchen wir diese Geschichten unbedingt auch op platt. Und alle Kinder in Nordfriesland sollen die Chance haben, sie zu lesen.“  

 

 

Filmprojektreihe hilft Kita-Kindern durch den Lockdown

 

Boeoerni Klappe

 

Was haben Familien in kontaktbeschränkten Zeiten besonders nötig? Frische Luft! Zwei Wochen lang sah man in Viöl (Kreis Nordfriesland) viele Familien vom Kindergarten aus auf Schnitzeljagd gehen. Böörni, das plattdeutsche Schaf aus dem Kindergarten hatte sich versteckt. Mit kleinen Plastikflaschen war eine Spur durch das Dorf gelegt worden. In jeder Flasche befand sich ein Foto der Stelle, an der der nächste Hinweis zu finden war. Zum Mitmachen aufgerufen bei dieser gemeinsamen Aktion von Kindergarten und Familienzentrum wurde mit einem Film aus der Reihe „Böörni op Tour“.

  

Für ein plattdeutsches Radio.

 

Funklock

 

Anders als Sprecher von „lesser used languages“ in europäischen Nachbarländern werden Sprecher des Plattdeutschen in Deutschland nicht mit einem eigenen Radiokanal in ihrer Sprache informiert, unterhalten und gebildet. Auf diese Lücke weist Jan Graf vom Schleswig-Holsteinischen Heimatbund nun gemeinsam mit anderen Heimatbünden und plattdeutschen Räten anderer norddeutscher Bundesländern hin mit einem anderthalbminütigem Youtube-Video.