Das Spektrum reicht von textnahen Übersetzungen der hochdeutschen Vorlage bis zu freien Übertragungen. Bei diesen wurde der eher schriftsprachliche Duktus des hochdeutschen Fabeltextes in einen eher sprechsprachlichen Stil überführt, der dem Plattdeutschen eher gerecht wird.

Zum Mitlesen wird jeweils eine Verschriftung angeboten, die sich an die „Regeln für die plattdeutsche Rechtschreibung“ im „Plattdeutschen Wörterbuch“ anlehnt („Der neue SASS“, bearb. v. Heinrich Kahl und Heinrich Thies, 8., erw. Aufl. Kiel 2016). Hierbei wurde jedoch darauf geachtet, dialektale Beonderheiten der verschiedenen Regionen in der Schriftform möglichst zu bewahren. Die Bearbeitung der Texte erfolgte durch Kyra Holst und Nadine Koop an der Niederdeutschen Abteilung der Universität Kiel unter der Leitung von Prof. Michael Elmentaler. Die Kartierung und Einrichtung der Website erfolgte durch Prof. Frédéric Vernier und Prof. Philippe Boula de Mareüil (Université Paris-Saclay & CNRS). Projektinitiator war der französische Sprachwissenschaftler Philippe Boula de Mareüil.

Die Entstehung des Sprachatlasses verdankt sich in erster Linie der engagierten Mitarbeit der vielen Plattsprecherinnen und Plattsprecher, die die Fabel in ihren Heimatdialekt übertrugen und einsprachen. Darüber hinaus leisteten Andreas Guballa vom „Offenen Kanal Westküste“ (https://www.oksh.de/wk/) und Ingeburg Büll-Meynerts einen wesentlichen Beitrag als Vermittler zahlreicher Aufnahmen. Unterstützt wurde das Projekt zudem durch Gesa Retzlaff (Zentrum für Niederdeutsch in Leck), Thorsten Börnsen (Zentrum für Niederdeutsch in Mölln), Jan Graf (SHHB) und Volker Holm (Plattnet.de).

 

(Prof. Dr. Michael Elmentaler, Niederdeutsche Abteilung am Germanistischen Seminar der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel - Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!)